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Long queue at a Moscow petrol station amid Russia fuel shortage

Kraftstoffmangel in Russland verschärft öffentlichen Unmut bei steigendem Wirtschaftsdruck

📅 Aug 30, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Der wirtschaftliche Druck auf die einfache Bevölkerung in Russland nimmt zu, wobei der durch ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien ausgelöste Kraftstoffmangel zu einer der sichtbarsten Quellen öffentlichen Unmuts geworden ist. Große russische Meinungsforschungsinstitute, darunter die staatlichen VZIOM und FOM sowie das unabhängige Lewada-Zentrum, haben eine spürbare Verschlechterung der öffentlichen Stimmung verzeichnet. Der Kreml beharrt jedoch auf Stabilität.

Nächtliche Suche nach Benzin

DW bat ihre Abonnenten in Russland, ihren Alltag zu schildern. Ein Nutzer aus dem Moskauer Bezirk Petschatniki berichtete, er sei nachts fast 40 Kilometer durch die Stadt gefahren, um eine offene Tankstelle zu finden. Wenn man eine mit Benzin findet, steht davor eine Schlange mit 50 bis 100 Autos, schrieb er. Ein weiterer Abonnent schrieb: Neuerdings muss man nachts auf Benzinsuche gehen. Man hat nicht immer Glück. Oft gibt es keines, und wenn, wartet man zwei bis drei Stunden.

Drohnenangriffe unterbrechen Versorgung

Der Kraftstoffmangel ist eine direkte Folge ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Raffinerien. Daten des Portals BenZinMap bestätigen wiederkehrende Engpässe in verschiedenen Regionen.

Löhne, Perspektiven und Unsicherheit

Neben dem Kraftstoff berichten Russen von wachsender Unzufriedenheit mit Gehältern und Karriereaussichten. Kurzfristige Überlebensstrategien ersetzen zunehmend jede Zukunftsplanung.

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