
Darmkrebs, Brustkrebs, Leberkrebs — der Zusammenhang zwischen Übergewicht und mindestens 13 Krebsarten ist gut belegt. Eine neue Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) legt jedoch nahe, dass die Krebslast durch Übergewicht bisher stark unterschätzt wurde. Bis zu 11,5 Prozent aller Krebserkrankungen könnten auf überschüssiges Körperfett zurückzuführen sein.
Bisherige Forschungen nutzten den BMI als Hauptindikator, der weder Fett- und Muskelmasse noch die Fettverteilung im Körper erfasst. Das DKFZ-Team um Epidemiologen Hermann Brenner berücksichtigte zusätzliche Maßzahlen für die Fettverteilung.
Fettgewebe im Bauchbereich löst chronische systemische Entzündungen aus und stört die Hormonregulation — beides bekannte Krebstreiber. Das Risiko ist bei Frauen besonders ausgeprägt.
Die Forschenden betonen: Gewichtsabnahme, vor allem der Abbau von Bauchfett durch Bewegung und Ernährungsumstellung, könnte einen bedeutsamen Anteil an Krebserkrankungen verhindern.
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