Die Seidenstraßenstadt Samarkand in Usbekistan ist Gastgeber der Schach-Olympiade 2026, der zweijährlichen Team-Weltmeisterschaft für Männer und Frauen. Rund 2000 Spieler treten bis zum 27. September gegeneinander an.
Den Aufstieg des Landes verdankt es vor allem Rustam Kasimjanov, 46, der in der Nähe von Bonn lebt und 2004 kurzzeitig FIDE-Weltmeister war, ohne je gegen Kasparow anzutreten. Präsident Shavkat Mirziyoyev erließ ein Dekret zur Förderung des Schachsports, die Investitionen zahlten sich aus: Bei der Schach-Olympiade 2022 holten die Usbeken Gold. Ende 2026 bestreitet Nachwuchsstar Javohir Sindarov das WM-Finale gegen Titelverteidiger Dommaraju Gukesh aus Indien.
Schach ist in Usbekistan inzwischen sehr populär, und nach dieser Olympiade wird das wahrscheinlich zu einem richtigen Boom werden, sagte Kasimjanov der Deutschen Welle.
Kasimjanov nennt vier klare Anwärter auf Gold: Indien, China, USA und Usbekistan. Er hat aber auch Deutschland im Blick. Spitzenspieler Vincent Keymer, 21, hat sich in der absoluten Weltspitze etabliert. Neben ihm überraschte Mathias Blübaum, 29, durch die Qualifikation für das Kandidatenfinale Ende 2025. Magnus Carlsen, frisch gebackener Vater, tritt diesmal nicht für Norwegen an, führt die FIDE-Weltrangliste aber weiterhin an.
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