
Am Sonntag stürzte in Nordostfrankreich ein Fallschirmsprung-Flugzeug ab und tötete alle elf Insassen. Die Behörden bezeichneten den Unfall als schwersten dieser Art in der französischen Luftfahrtgeschichte. Der Pilatus PC-6 Porter kam nahe Tomblaine im Département Meurthe-et-Moselle kurz nach dem Start vom Flughafen Nancy-Essey zu Boden.
Unter den Toten befinden sich der Pilot, fünf Fallschirmsprung-Instruktoren sowie fünf Erstspringer, die ihren ersten Tandemsprung absolvieren wollten. Augenzeugen beschrieben, wie das Flugzeug fast senkrecht abstürzte – nur etwa 300 Meter von der Startbahn entfernt.
Mehrere Familien der Opfer befanden sich zum Zeitpunkt des Absturzes auf dem Flugplatz. Lokale Behörden berichteten von schweren psychischen Traumata bei den Zeugen, von denen viele sofortige psychologische Betreuung benötigten.
Die Rettungsdienste eilten sofort zum Unglücksort, konnten jedoch keine Überlebenden retten. Das Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA), die französische Luftfahrtuntersuchungsbehörde, leitete eine Untersuchung ein.
Vorläufige Berichte deuten auf einen Defekt kurz nach dem Start hin, der das Flugzeug zum nahezu senkrechten Absturz brachte. Eine genaue Ursache wurde noch nicht ermittelt. Frankreichs Innenminister sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und versprach einen vollständigen Untersuchungsbericht.
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