
Spanien kämpft mit den wirtschaftlichen Folgen seiner schlimmsten Waldbrandsaison seit Jahrzehnten. Laut dem EU-Erdbeobachtungssystem Copernicus sind in diesem Jahr bereits 206.000 Hektar Wald verbrannt. Die Feuer vernichten nicht nur Natur — sie würgen auch die spanische Wirtschaft.
Ein Vergleich mit 2022 zeigt das Ausmaß: Als damals rund 300.000 Hektar brannten, bezifferte die EU-Kommission den Gesamtschaden auf rund 7,1 Milliarden Euro, so Wirtschaftswissenschaftler Emilio Vizuete Luciano von der Universität Barcelona. Besonders der Tourismus leidet, wenn Feuer beliebte Regionen erfasst.
Klimaökonomin Sarah Meier von der ETH Zürich hat die wirtschaftlichen Verluste durch Waldbrände in Südeuropa untersucht. Regionen mit mindestens einem Waldbrand verloren laut ihrer Studie von 2023 zwischen 0,11 und 0,18 Prozentpunkte Wachstumsrate. Bei mehreren gleichzeitigen Bränden konnte dieser Verlust auf 4,5 Prozent steigen.
Experten verweisen auf jahrelange Unterinvestition in Forstmanagement und Klimaanpassung. Die Waldbrandkrise Spaniens ist Teil eines umfassenderen Musters im gesamten Mittelmeerraum.
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