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Handelsgespräche USA-Kanada gescheitert: 50-Prozent-Zölle treten in Kraft

📅 Aug 22, 2026⏱ 1 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Die Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada sind nach tagelangen intensiven Verhandlungen gescheitert. Um Mitternacht Washingtoner Zeit traten neue US-Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 28 Milliarden Dollar in Kraft. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte umgehend Gegenzölle auf amerikanische Produkte an.

Was zum Scheitern führte

US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer machte Ottawa verantwortlich und erklärte, Kanada habe es abgelehnt, einen Deal zu Bedingungen abzuschließen, auf die man sich bereits geeinigt hatte. Das US-Angebot hätte Kanada bessere Konditionen geboten als jedem anderen großen Handelspartner. Carney wies diese Darstellung zurück und bezeichnete die in letzter Minute von Washington vorgelegten Bedingungen als „unfair" und wirtschaftlich nicht tragfähig.

Erstmals auch USMCA-Waren betroffen

Besonders bedeutsam ist, dass die neuen Zölle auch Waren betreffen, die bislang durch das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA geschützt waren. Darunter fallen Wein, Hockeyschläger, Möbel und Milchprodukte. Es ist das erste Mal, dass Washington Strafzölle auf den USMCA-geschützten Handel ausdehnt. Beide Länder verhandeln derzeit über die Bedingungen für eine Verlängerung des Abkommens. Weitere Gespräche sind vorerst nicht geplant.

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