Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat einen zweitägigen Staatsbesuch in Pjöngjang abgeschlossen — seinen ersten offiziellen Nordkorea-Besuch seit Juni 2019. Am Ende des Gipfels gelobten Xi und der nordkoreanische Führer Kim Jong Un, die strategische Partnerschaft zwischen Peking und Pjöngjang zu stärken.
Staatsbesuche chinesischer Führungspersönlichkeiten in Nordkorea sind selten und haben erhebliches symbolisches Gewicht. Xis Ankunft in der nordkoreanischen Hauptstadt wurde mit einer militärischen Zeremonie empfangen, und die Staatsmedien beider Länder berichteten ausführlich über den Besuch.
China ist Nordkoreas wichtigster Verbündeter und dominierender Handelspartner. Die beiden Länder teilen eine Grenze von mehr als 1.400 Kilometern und beschreiben ihre Beziehung traditionell als so eng wie Lippen und Zähne.
Der Gipfel findet zu einem Zeitpunkt erhöhter geopolitischer Spannungen statt. Westliche Regierungen haben Nordkorea beschuldigt, Russland mit Waffen und Artilleriemunition für den Krieg in der Ukraine zu versorgen — Vorwürfe, die Pjöngjang bestreitet. China sieht sich wachsendem Druck aus Washington und Europa ausgesetzt.
Xis Entscheidung, Pjöngjang zu besuchen, wird weithin als Bekräftigung von Chinas Engagement für seinen nördlichen Nachbarn gewertet. Es signalisiert auch, dass Peking nicht beabsichtigt, sich unter externem Druck von Pjöngjang zu distanzieren.
Analysten wiesen darauf hin, dass auch der Zeitpunkt des Besuchs strategische Bedeutung hat. Während sich die geopolitische Lage weiter verändert, positioniert sich China als unverzichtbaren Akteur in jeder zukünftigen regionalen Sicherheitsarchitektur.
Kim Jong Un, der selten ausländische Staatsgäste in Pjöngjang empfängt, begrüßte Xi mit einem formellen Staatsempfang. Beide Seiten beschrieben die Gespräche als herzlich und konstruktiv. Es wird erwartet, dass die beiden Regierungen Abkommen über Handels- und Wirtschaftskooperation abschließen werden.
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