
Ein verheerender Brand hat am Donnerstag eine Schuhfabrik im Südosten Chinas heimgesucht und 28 Menschen das Leben gekostet — eines der schlimmsten Industrieunfälle des Landes seit Jahren, berichten staatliche Medien.
Das Feuer brach in der Fabrik des Unternehmens Huiteng in der Stadt Jinjiang, Provinz Fujian, aus. Jinjiang gilt weithin als Chinas Schuhhauptstadt und beherbergt Hunderte von Schuhherstellern, die globale Marken beliefern.
Zum Zeitpunkt des Ausbruchs befanden sich 237 Fabrikarbeiter und zwei Besucher im Gebäude. Den Behörden gelang es, 213 Personen zu evakuieren oder zu retten. Von den 28 Toten wurden zwei erst im Krankenhaus für tot erklärt, wie der staatliche Sender CCTV berichtete.
Videoaufnahmen zeigen die verkohlte Fassade des Gebäudes, das in weißen Rauch gehüllt war. Ältere Aufnahmen zeigen Flammen, die gleichzeitig auf mehreren Stockwerken brannten.
Präsident Xi Jinping forderte einen „maximalen Such- und Rettungseinsatz" und eine sofortige Untersuchung, um „die Verantwortlichen streng zur Rechenschaft zu ziehen". Der Fabrikbesitzer und weitere Manager wurden festgenommen, die Firmenkonten eingefroren.
Trotz jahrzehntelanger Verschärfung von Sicherheitsvorschriften bleiben Industriebrände in China eine ernste Herausforderung. Der Vorfall in Jinjiang wirft erneut Fragen zur Durchsetzung von Brandschutzvorschriften in dicht besiedelten Industriegebieten auf.
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