Hurrikan Lala der Kategorie 1 streifte am Samstag die Südspitze von Hawaiis Big Island, ohne direkt auf das Land zu treffen, richtete aber trotzdem erhebliche Schäden an: Mehr als 40.000 Haushalte in ganz Hawaii verloren den Strom — über 31.000 allein auf Big Island. Straßen wurden überschwemmt, Flüsse verwandelten sich in reißende Ströme, und Gouverneur Josh Green rief den Notstand aus.
Die maximalen Windgeschwindigkeiten von Lala lagen bei 120 km/h, als sein Zentrum über die Südspitze von Big Island zog. Das National Hurricane Center warnte, dass die Insel zwischen 25 und 50 Zentimeter Regen erhalten könnte, in einzelnen Bereichen sogar bis zu 65 Zentimeter. Sturzfluten und Erdrutsche wurden als lebensgefährlich eingestuft.
Der Internationale Flughafen Hilo und der Internationale Flughafen Ellison Onizuka Kona wurden während des Sturms geschlossen. Die Behörden öffneten Notunterkünfte und appellierten an die Bevölkerung, sich auf mögliche längere Stromausfälle vorzubereiten.
Das Ereignis wäre möglicherweise der erste direkte Hurrikan-Treffer auf Big Island seit 155 Jahren gewesen, obwohl der Sturm schließlich ohne Landfall vorüberzog. Der letzte große Hurrikan, der Hawaii traf, war Iniki im Jahr 1992. Meteorologen weisen darauf hin, dass Lalas Auftreten mit einem starken El Niño zusammenfällt.
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