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Nepal-Flut: 538 Tote, 1500 Vermisste, neue Überflutungsgefahr

📅 Aug 28, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Rettungskräfte aus Nepal und Chinas Autonomem Gebiet Tibet suchen weiter nach Überlebenden der verheerenden Sturzflut, die mindestens 538 Menschen das Leben gekostet hat. Am Freitag, dem 28. August, mussten die Einsatzkräfte die Suche vorübergehend unterbrechen, als Wasser aus einem neu entstandenen Gletschersee auf tibetischer Seite austrat und eine erneute Flutwelle drohte.

Neue Flutwarnung zunächst herausgegeben, dann entschärft

Das chinesische Wasserministerium stufte die Gefahr weiterer Überflutungen zunächst als hoch ein. Die nepalesische Polizei rief zur sofortigen Evakuierung auf. Später meldete CCTV Entwarnung: Das Wasser fließe auf natürliche Weise ab, die Abflussmenge übersteige die Zuflussmenge, die Risiken nähmen ab. Die Rettungsarbeiten liefen wieder geordnet. Der See liegt auf etwa 2950 Metern Höhe, rund 1000 Meter oberhalb des Grenzübergangs Gyirong.

Ausmaß der Katastrophe

Laut nepalesischer Katastrophenschutzbehörde sind 538 Menschen ums Leben gekommen. Chinesische Staatsmedien bestätigten fünf Tote in Tibet. Insgesamt gelten mehr als 1500 Menschen als vermisst, darunter zahlreiche ausländische Touristen und Pilger. Nepal geht von mehr als 500 vermissten Ausländern aus, viele davon auf dem Weg zum Kailash in Tibet. Eine vierköpfige deutsche Familie wurde von der Armee gerettet und ausgeflogen.

Evakuierungen und Tunnelrettung

Nepal evakuierte 3253 Menschen per Hubschrauber. China brachte 499 Einwohner und 555 Touristen in Sicherheit. Nahe der Grenze versuchte die nepalesische Armee, rund 100 im Tunnel des Kraftwerks Upper Trishuli-1 eingeschlossene Arbeiter zu befreien.

Wie es zur Katastrophe kam

Am Mittwoch raste die Flut rund 170 Kilometer durch Nepal entlang zweier Flüsse und riss Gebäude, Brücken und ganze Ortschaften mit. Wissenschaftler schlossen aus Satellitenbildern, dass Grundgestein unter einem Himalaya-Gletscher eingebrochen sei. Drohnen, Wärmebildkameras und 3D-Modelle halfen bei der Suche.

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