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Norwegens König Harald V. stirbt mit 89 Jahren

📅 Aug 28, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare🔴 Live-Updates

Norwegens König Harald V. ist am frühen Morgen des 28. August 2026 friedlich im Rikshospitalet in Oslo im Alter von 89 Jahren gestorben. Das Königshaus teilte mit, er sei um 6.35 Uhr eingeschlafen, nach wochenlanger Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Kronprinz Haakon, der gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern am Krankenbett gewacht hatte, übernimmt nun den Thron.

Krankheit und letzte Tage

König Harald war zu Beginn der Vorwoche ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er litt an hämolytischer Anämie, einer seltenen Form der Blutarmut, und wurde mit Kortison behandelt, was zu einer Flüssigkeitsansammlung im Körper führte. Anschließend zog er sich eine bakterielle Blutkreislaufinfektion zu. Trotz jahrelanger Gesundheitsprobleme hatte Harald beharrlich auf eine Abdankung verzichtet und seine Pflichten bis zuletzt wahrgenommen.

Trauer auf dem Schlossplatz

Tausende Norwegerinnen und Norweger versammelten sich auf dem Schlossplatz in Oslo, um Blumen niederzulegen. Viele hatten Tränen in den Augen. Ministerpräsident Jonas Gahr Støre erklärte: Eine ganze Nation trauert, und das norwegische Volk ist zutiefst dankbar für ein langes Leben im Dienste Norwegens. Mehr als drei Jahrzehnte lang demonstrierte Harald V. als Monarch ein unerschütterliches Vertrauen in das norwegische Volk.

Internationale Anteilnahme

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen würdigte König Harald als wahren Europäer, der die Norweger in guten und schlechten Zeiten geeint habe. Dänemarks König Frederik X. und Königin Mary schrieben persönlich an den neuen König Haakon: Dein Vater war ein feiner Mensch mit einem Lächeln in den Augen und einem großen Herzen.

Ein Leben im Dienst des Volkes

Harald wurde am 21. Februar 1937 geboren. Als Kind erlebte er die nationalsozialistische Besetzung Norwegens und wurde zunächst nach Schweden, dann in die USA evakuiert. Er studierte Volkswirtschaft und Politikwissenschaften in Oslo sowie von 1960 bis 1962 an der Universität Oxford. Die Norweger schätzten ihn für seine bescheidene Art und seine eindringlichen Worte nach den Terroranschlägen von Utøya 2011.

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