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Sudan hebt zweijährige Ausgangssperre in der Hauptstadt Khartum auf — Militär hatte die Stadt zurückerobert

📅 Aug 28, 2026⏱ 2 Min. Lesezeit💬 0 Kommentare

Sudans Militärbehörden haben eine Ausgangssperre beendet, die zwei Jahre lang in der Hauptstadt Khartum gegolten hatte — ein Zeichen vorsichtiger Normalisierung, nachdem die Armee die Stadt vor 18 Monaten von den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) zurückerobert hatte.

Die Ausgangssperre war in der Frühphase des Bürgerkriegs verhängt worden, der im April 2023 ausbrach, als Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und den RSF ausbrachen. Khartum wurde zu einem wichtigen Schlachtfeld und erlitt massive Zerstörungen.

Obwohl die Aufhebung der Ausgangssperre ein gewisses Maß an zurückkehrender Stabilität in der Hauptstadt signalisiert, sind große Teile Sudans weiterhin von Konflikten betroffen. Die RSF kontrollieren nach wie vor erhebliche Gebiete in Darfur und anderen westlichen Regionen, aus denen weiterhin Berichte über Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung eintreffen.

Sudans Bürgerkrieg hat eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt ausgelöst, Millionen von Menschen vertrieben und große Teile der Bevölkerung in schwere Ernährungsunsicherheit gestürzt.

Die Vereinten Nationen haben die Lage in Sudan als weltweit größte Vertreibungskrise bezeichnet: Schätzungsweise 12 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben, weitere Millionen sind in Nachbarländer wie Ägypten, den Tschad und den Südsudan geflohen.

Internationale Bemühungen um eine Waffenruhe sind wiederholt gescheitert. Saudi-Arabien und die USA hatten zuvor Gespräche zwischen den beiden Seiten ausgerichtet, doch konnte keine dauerhafte Einigung erzielt werden. Die Afrikanische Union und andere Gremien setzen ihre Vermittlungsbemühungen fort.

Quelle: BBC News
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