
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 äußern jüdische Gemeinschaften ernste Bedenken vor einer möglichen AfD-Regierung. Die Partei ist vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.
Der Landesverband Jüdischer Gemeinden in Sachsen-Anhalt vertritt knapp 1.300 Personen in drei Gemeinden: Dessau-Roßlau, Halle (Saale) und Magdeburg. Vorsitzende Inessa Myslitska äußerte Sorge um die Religionsfreiheit unter einer AfD-Regierung: Religionsfreiheit ist kein Privileg der jeweils politisch genehmen Religion. Heute richtet sich der Kampf gegen Kirchen oder den Islam, morgen kann eine andere Minderheit betroffen sein.
Am 9. Oktober 2019, Jom Kippur, versuchte ein Rechtsextremist ein Massaker in der Synagoge von Halle, wo über 50 Gläubige versammelt waren. Als ihm das Eindringen misslang, erschoss er zwei Menschen in der Umgebung. Der Anschlag erschütterte Deutschland und führte zu verstärktem Polizeischutz an jüdischen Einrichtungen.
Umfragen sehen die AfD konsistent als stärkste Partei in Sachsen-Anhalt vor der Wahl am 6. September.
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